Stufe 1 · Rechenverifikation
Ziel: Referenzwerte und unabhängige Implementierungen prüfen Varianz, Lag-1-Autokorrelation, Fensterlogik, Randfälle und fehlende Werte.
Evidenz: Unit-, Property- und Regressionstests; numerische Toleranzen werden vor der Ausführung spezifiziert.
Kill-Kriterium: Abweichung von der mathematischen oder semantischen Spezifikation.
Stufe 2 · Robustheit
Ziel: Rauschen, Sampling, Fenster, Vorverarbeitung, Missingness und Parameterbereiche werden systematisch variiert.
Evidenz: Sensitivitätskarten, Ablationen, Surrogate sowie Null- und Negativkontrollen.
Kill-Kriterium: Instabilität oder Fehlalarme außerhalb des präregistrierten Gültigkeitsbereichs.
Stufe 3 · Out-of-sample
Ziel: Indikatorwahl und Schwellenwerte werden von unbekannten Prüffällen getrennt; Zukunftsinformation bleibt gesperrt.
Evidenz: Diskrimination, Fehlalarme, Vorwarnzeit, Kalibrierung und Unsicherheit.
Kill-Kriterium: Keine vorab definierte Besserleistung gegenüber Null- und Vergleichsverfahren.
Stufe 4 · Domänenvalidierung
Ziel: Ein konkretes System erhält Grenze, Beobachtungsmodell, Zeitskala, Ground Truth und domänenspezifische Verlustfunktion.
Evidenz: Versionierter Validierungsfall mit Datenherkunft, Annahmen und Übertragbarkeitsgrenzen.
Kill-Kriterium: Das Verfahren trägt nicht im benannten Anwendungs- und Gültigkeitsbereich.
Stufe 5 · Externe Replikation
Ziel: Unabhängige Gruppen wiederholen den Versuch mit veröffentlichten Daten, Code, Konfiguration und Seeds.
Evidenz: Replikationsbericht und dokumentierte Abweichungen.
Kill-Kriterium: Das Ergebnis hängt von nicht offengelegten Einstellungen oder nicht reproduzierbaren Schritten ab.